Tagebuch 1815 bis 1830 - Seite 63

 

 

Kopf und sagte: [„]Das sollte ich nur immerfort
thun, weil ich dadurch im grychischen viel Uebung
bekommen würde.“ Natürlich hatte ich
nicht daran gedacht was auswendig zu lernen.
Ich wurde im ersten Jahre im grychischen
nach Tertia versetzt. Wir lasen hier den
Jacobs1 auch bei P[rofessor]. Krüger. Hier wurde ich
immer träger, weil wir zu Hause im Grychi=
schen zu viel auf bekamen. Als ich ab=
ging wußte ich nicht mehr viel gr[y]chisch.

4. Deutsch wurde sehr wenig getrieben;
wer im Lateinischen versetzt wurde, wurde auch
im Deutschen versetzt.

5. Geschichte. Durch die Geographie
wurde in mir die Geschichte rege; dies wurde
mein Hauptstudium. In Quarta zankte
ich mich schon mit dem Lehr[er] Krause wegen
einzeln[en] Begebenheiten herum. In Quinta


1 Friedrich Jacobs: Elementarbuch der griechischen Sprache für Anfänger und Geübtere. Jena: Frommann 1806 (oder eine andere Auflage).