Tagebuch 1830 bis 1831 - Seite 117

 

 

ache zeigt und dabei alle Dinge noch
vergrößert. Er Mit verhängnißvollen und
scheinbar ernsten und ruhigen Zügen nahm
er das Gefäß. So wie er aber das Amo=
nia
die Atmosphäre des Amonikas
mit sei[ner] Nase berührte, verzog er seine
Physiognomie soll, daß alle Nerven
und Muskeln sich in einen Punkt, nämlich
der Nasenspitze zusammendrängten. Ein
allgemeines Gelächter erscholl. Die Wirkung
des Ammoniaks allein hat dies nicht zu
Stande gebracht, sondern auch seine eigne
Wolgefälligkeit in solchen Dingen.

Von 11 – 12 machte ich Geographie.
Nachmitag war in Phÿsik Examen
d. h schriftlich. Ich habe es wohl ganz
richtig gemacht, aber zu unordentlich
nebeneinander gestellt. Im Deut=
schen bekommen wir unsren schriftlich
zum Ex Versetzen gemachten Aufsatz
wieder und ich hatte No 1. Heute war
in der botanischen Stunde zwei Curato=
ren da.

Bemerkung. Warschau soll eingenom[men]
sein und die Preußen an der polnischen
Grenze stehen, damit kein Pole bei der
Retirade hindurch kann.

Am Abend ging ich zu Borchman und trug
das Elektrophor1 wieder hin. Als ich nach Hause
kam machte ich rein Algebra zu morgen. Um 10
Uhr ging ich zu Bett.

In Geographie habe ich ein Lob bekommen.


1 Gerät zur Erforschung der Elektrizität.