Tagebuch 1830 bis 1831 - Seite 166

 

 

ihm so viel Geld koste. Jawohl, er
hat hierin sehr recht, aber er ist ja selbst Schuld
daran, daß ich hier bin; denn er wollte im=
mer, wir sollten mehr werden wie er und wir s
ollten uns besser rühmen [?]. Diesen Grundsatz hat
er im[mer] bis jetzt gehegt, aber nun ändert sich
sein ganzer Plan; denn er meint, wenn
ein gut[er] Profissionist sein Handwerk ordentlich
erlernt hat, fleißig und hinterher in seiner Ar=
beit ist, so kann er sich, seinem Stande gemäß,
sehr gut ernähren. und Und sagt er, wie lan=
ge dauert es nicht, ehe einer angestellt wird,
der was gelernt hatt. Er hat ganz
Recht und ich weiß noch nicht was ich thun werde.
Doch so viel ist gewiß, daß ich zu[m] Baufach, oder
ein in dieses Stück eingreifende Geschäft
mich widmen werde.

    Montag 25 Ap. 31.

Ich stand um 6 ½ Uhr auf, machte unrein
Rechnen und Geographie. Nachmittag schrieb
ich Brief an Vater und trug ihn zu Gedike hin.
Auf dem Wege begegnete mir unser Lehrer Jungk,
der gewiß dachte, ich würde schieben. Am
Abend machte ich französische Übersetzung und fran=
zösische Präparation und darauf rechnete
ich Algebra und bleib bis 11 ¼ Uhr auf.