Tagebuch 1830 bis 1831 - Seite 208

 

 


 

schenmordnung nur noch mehr bei. Ein
schmaler Damm und eine Brücke war
die Haltpunkte der Russen wo sie standen.
Die Polen standen am Ufer. Viele
stürzten von Russen schon durch das Gedräng
in die Fluthen hinab und die mörder=
liche Artillerie, die furchtbar unter
den Polen wüthete, trug nur noch dazu
beid, daß das Blutbad auf das diese
eine gräßliche Weise fortgesetzt wurde. Russisch
und polnisch Blut führte die Narew
friedliebend fort und die Leichen ver=
sanken im Abgrund. Man focht
Mann gegen Mann und hier haben
sich die Russen am tapfersten im
ganzen russisch-polnischen Krieg geziegt.
Der polnische Generalissimus
leitete selbst die Schlacht und der russische
Diebitsch = Sabalkanskÿ ermunterte
sein[e] Krieger von neuen. Durch die
Hitze des Tages ermüdet warfen di
Russen ihren Tornister weg und kämpfen mit den
Säbel in der Faust. Als der Abend
nahte zogen sich beide Theile unbesiegt
zurük; die Russen auf das linke