Tagebuch 1830 bis 1831 - Seite 59

 

 

einer von den andern abgeschaut,
was entdekt wurde, wegen den großen
Unsinn. Als ich um 4 Uhr nach Hause
kam machte ich Botanik und nachher
dachte ich über einen Geometri Satz
nach, welchen ich aber hinzugetretener
Ursachen wegen, ich nicht gefunden habe.
Gegen 9 Uhr ging ich zu Bett

    Dienstag den 21 Septembr.1

Ich stand um ¾ auf 8 Uhr auf. Von
11–12 machte ich Geometrie.
Nachmittag war ich mit Adolph in einem
Weih[nach]tsladen in der Mohrenstraße;
es war ein Elisium sehr treffend und natür=
lich da. Das Ganze wurde in Bewegung durch eine
Maschinerie gesetzt. Die Wagen in der
Rutschbahn rannten wie toll umher. Es war[en]
Fontai[nen] da. See mit Schwänen etc. Nachmitag Nach[her]
setzte ich mein Zeichenmaterialien [?] in Ordnung, weil Zeichenstunde
war. –

Bemerkung. Es sind das erste und ein Infan=
terie Regiment und ein Regiment aus Warschau ausgerükt.
Sie gehen den Russen entgegen, welche sie auch
ebenfalls in Polen eingerückt sind. Constantin be=
findet sich jetzt in Kusavo [?].

Als der Kaiser von Russland die Depeschen
von dem Aufruhr in Warschau Nachricht
erhielt, so rief d er die Groß[en] des Reichs und
die Officire zusamm[en]. Öffentlich machte er
dies bekant und bei die Worte erstikten ihn


1 Richtig: Dezember.