Tagebuch 1834 bis 1835 - Seite 179

 

 

sein wird, so bleibt doch Beethovens
Werk ein bestaunenswürdiges, das ein
und für allemal nicht anders sein kann
oder es wirklich ist; und darum ist demsel=
ben auch der Stmepel der Unsterblichkeit
aufgedrückt. Zu ein[em] Auffassen
eines solchen Werks wird freilich mehr
als Dilettant erfordert. Man
hört woh[l] oft sagen, die Musik
soll für jeden sein, aber das ist
ein stereotyp gewordner Unsinn.
Hat den jeder Mensch dasselbe Auf=
fassungsvermögen; denselben Sinn,
Reiz, Gefühl für die schönste
Kunst? Und werden nicht nothwendiger Weise
mit dem Auffassen eines solchen
Werks andre Kenntnisse erfordert,
die dem Dilettanten fremd
sind?

Hierauf das Alexanderfest von
Händel; neu instrumentirt von
Mozart. Durch des Letztren