Tagebuch 1830 bis 1831 - Seite 128

 

 


 

fuhren wir ungehindert bis nach Rheins=
berg
. Es war ziemlich dunkael als wir hier
ankamen. Vater wollte den Groschen
Dammgeld sparen und wir wollten deßhalb
um die Stadt herum fahren, allein
wir konnten bei der zunehmenden Dunkel=
heit nicht weiter kommen und mußten daher
unkehren und durch die Stadt fahren.
Ich erinnere mich immer noch, wie hir einer
die Trompete ganz allein bliß. Er hatte
einen a[n]genehm[en] Ton, der durch die Stille des
Orts noch [mich?] wohl wurde.

Vater wollte aber den Groschen nicht auf=
geben und sagte zu dem Einnehmer,
daß er heute morgen erst durchgefahren
wäre und bei dem anderen Einnehm[er] bezahlt
hätte. (Wenn man einmal bezahlt
hat, so gilt dies Geld den ganzen Tag)
Der Mann glaubt es, schikt aber
doch zugleich seine Tochter nach dem andern
Einnehmer und will fragen lassen, ob
Vaters Worte gegründet wären. Va=
ter sieht das Mädchen immer mit unserem
Wagen mitgehn und merkt zugleich