Tagebuch 1830 bis 1831 - Seite 197

 

 

ihr der alles erquickende Schlaf.
Vormittag arbeitete ich Chemie
Nachmittag ging ich auf den Alt-Ruppiner
Markt. So schlecht war es noch niemals
gewesen. Gegen Abend ging ich mit Herm. Sichler
spatzieren. E Eben wollten wir weggenen,
da kam seine Schwester Emma und
holte ihn zum Essen ab. Er sagte mir,
daß er gleich wieder kom[men] würde, aber da
er zu lange blieb ging ich nach Hause. F. Protz
war bei uns und als dieser nach Hause ging ich zu
Bette.

    Donnerstag 26 Mai 1831.

Ich befand mich heute übel, weil ich gestern
Eier gegessen habe. Am Morgen
arbeitete ich Mineralogie. Da die
Schule zu Ruppin schon heute an=
gefangen hatte, so ging ich den ganzen
Tag nicht aus. Gegen 5 Uhr ging ich Vater, Ang,
L. F. etc Dölln etc etc etc … nach den
Weinberg wo die Schauspielertruppe
Quandt „die Hussiten vor Naum=
burg gaben“, und dabei HE[rr] Kaufman
Bech ein Feuerwerk für 2 Rtl 10 sgr
auf Kosten des HE[rrn] D. Quandt abbrannte.
Den Anfang sollte eine Symph Ouver=
türe machen, (von wem war nicht gesagt)
aber es wurde eine Symphonie von
Haydn vorgetragen. Die Musik mag