Tagebuch 1830 bis 1831 - Seite 226

 

 


 

Man vermuthet, daß dieser immer noch große
Mann durch Neid an Gift gestorben ist.
Am Abend ging ich im Thiergarten spatzieren.

    Donnerstag 16 Juni 1831.

Ich stand um 6 ½ Uhr auf. Von 1 – 2
machte ich – glaube ich – nichts, weil es doch unge=
heuer, nach früher[em] Ausdrüken, schwul war,
obgleich die Sonne nicht schien. Nachmittag arbei=
tete ich aber Geographie und wurde ganz und gar
mit fertig. – . Um 10 Uhr ging ich zu
Bett.

    Freitag 17 Juni.

Ich stand um 6 ¾ Uhr auf. Von 11 – 12
machte ich englische Uebersetzung und Präparati[on]
und nach von 1 1 – 2 englische Pröparation
fortgesetzt, englische Vocabeln auswen=
dig gelernt und Projection gearbeitet,
was ich auch gestern Abend von 6 – 9 Uhr
gemacht habe. Im Zeichnen habe ich gestern
ein Lob bekom[men], das ich aber nicht ver=
dient habe; denn HE[rr] Dölln wollte denen ein
Lob geben die zu Hause gezeichnet hatten, ich hatte
aber nicht gezeichnet, sondern sagte ich hätte gezeichnet und
auf diese Weise bekam ich und ein gewisser Holfel=
der
ein Lob. Um 10 Uhr ging ich
zu Bett, nachdem ich zuvor bei Adolph
gewesen war.