Tagebuch 1830 bis 1831 - Seite 238

 

 


 

Diese Opern kann ich mir bis jetzt besinnen,
aber wer weiß nicht ob mir mehr einfallen, da!

Fra Diavolo von Auber
    Hauptperson ad Mlle v Schätzel
    und He[rr] Hoffman.

    Donnerstag 23 Juni.

Vormittag als ich um 6 ½ aufstand, ging ich noch vor d.
lateinischen Stunde nach HE[rrn] Bergmann und bestellte
d. Fournire. Von 1 – 2 schmierte ich
diese ganze Geschichte ein. Am Abend arbeitete
ich eben Geometrie als F Protz mit Heinrich
Schmiedel
zu mir kam und mich zu einer Fahrt
nach Pankow einluden. Da ich nur zu Morgen
nichts zu thun hatte, so ging ich auch wirklich mit.
Ich habe mich recht amüsirt und zum erstenmale, so lange
ich von Hause bin in Berlin Billard ge=
spielt, und na[ment]lich 2. ein gewonnen und ein ver=
loren. Wir sind in zwei Gasthöfen
eingekneipt. Gegen 10 Uhr langten wir mit
Hülfe eines sogenannten Charlottenburger und
vielmehr Pankower in Berlin an. Ich
hatte kein[en] Hausschlüssel bei mir und mit pu[rer]
Noth kam ich hin[ein]; denn es war alles schon
zu Bett gegangen. HE Da ich 2 mal
klingelte, so sah HE[rr] Poliz[ei]rath aus dem Fenster