Tagebuch 1830 bis 1831 - Seite 245

 

 


 

nicht hatten.

Bei Loubier blieb ich nur einige Augenblike,
weil es viel zu thun gab; darauf ging ich wieder
bei Franz Arndt mit dem ich mich viel er=
zählte, aber nun will ich auch ganz gewiß nicht
hingehen, als heut über 8 Tage. Um
10 Uhr ging ich zu Bett, da ich wieder
von Arndt zurückgekommen war.

Mittwoch 29 Juni 1831.

Ich stand nach 6 ½ Uhr auf und machte fran=
zösisch Exercitium. In der Physikstun=
de hilelt ein Schulamtscandidat unter
der Aufsicht des HE[rrn] Schrth. Schulz Probe=
lektion bei uns und zwar über die
Katoptrik. Wenn nich recht gehört und
gesehen habe, so machte er einen gräßlichen
Bock; denn zuerst sagte er F = Y und dan
war Y > wie F. Es kann auch sein, daß
er sich versprochen hat. Nachmittag machte
ich französisch Exercitium und einen Aufsatz.
Darauf ging ich zu Borchmann und wollte
von Buchb. Leonhard Bücher holen, da
sie aber nicht zu ha noch nicht fertig
waren, so ging ich wieder weg und zu dem
Antiquar Gesellius bei dem ich für 1 sgr
die Fischersche Trigonomitrie1


1 Ernst Gottfried Fischer: Lehrbuch der Elementar-Mathematik zum Gebrauch in den oberen Klassen gelehrter Schulen. Th.3: Lehrbuch der ebenen und sphärischen Trigonometrie nebst Erg. der Arithmetik, Berlin, Leipzig: Nauck 1824.