Tagebuch 1830 bis 1831 - Seite 274

 

 


 

warf sie die frühen purpurmorgenroth
gefärbten Strahlen auf das thauende
Feld hernieder. Die Strahlen entfal=
teten sich immer mehr und b wärmend
trat brannte sie uns auf den Rücken,
als wir mit Gottes Hülfe gegen 6 Uhr
in Hohenbruch anlangten. (Wir waren
über die Kuhbrüke gekom[men]). Da hier
Arndt Verwandte hatten, so blieben
wir bis um 1 Uhr Nachmittags hier. In
der Kirche hab ich hier die Orgel ge=
spielt. Uns. Furhmann Gädike war
in Hohenbruch angekom[men], aber dies[er]. konnte
uns nicht mitnehmen, weil er sonst so viel
aufgeladen hatte, also gingen wir weiter,
nachdem Gädike schon voraus gefahren war
In der Heide holten wir Gadiken ein
und als wir von der Heide kamen war ein
solcher Sand, daß Jädike hinter uns blieb
und wir vorwärts ging[en]. Von Rüthnik kamen
wir nach Herzberg, wo wir 3 Kaffee tranken
und die Portion Kaffe mit Zwiebak, Zucker
und was dazu gehörte nur 3 sgr kostete und dabei
war es ungeheuer viel. Als wir aus Herzberg