Tagebuch 1834 bis 1835 - Seite 113

 

 

aber die Geschicke verschiedenartig ausgetheilt.
Während ein böser Mensch in seinem Glücke
allen Vorstellungen hohnlacht, befindet sich
der Edle im Unglück iner[li]ch [?] glüklich.

    In der letzten Nummer der
Iris im vergangenen Jahr hat Rell=
stab meine Lieder recensirt.1 Im
Ganzen bin ich sehr gut fortgekommen;
am Schluß fordert er mich auf, sobald
eine Gelegenheit wird, größre Arbeiten
in die Welt zu schicken.

    Donnerstag 8 Januar.

Es ist heute Fritzens Geburtstag.

    Am vergangenen Dienstag war ich
im Theater. Die Alpenhütte von
Schmidt und Ketzebue. Die Musik ich sehr
leicht und enthält etwas ans triviale strei=
fende Musik z. B. das Cello solo mit d Arie.
Hierauf: Der reisende Student. Schneider
so wie das ganze Stücke unterhielt das Publikum
in fortwährender Laune. Mantius mußte:
„Hannchen von Allen“ v. Jul. Schneider


1 Iris, 5. Jg., 1834, Nr. 52, 26. Dezember 1834, S. 208: Vier deutsche Leider mit Begleitung des Pfte., componirt von Ferdinand Möhring. Op. 1. Berlin, bei Gröbenschütz. Pr. 10 Sgr.; und: Rondo à la Galopp pur le Pfte., compose par Ferdinand Möhring. Berlin, bei Gröbenschütz: „anspruchslose Einfachheit“ , „die Richtung, die er einschlägt, ist eine sehr gute. Das sei ihm zur Ermunterung gesagt, und möge in auffordern, uns, sobald er Gele-genheit dazu hat, etwas größeres zu bieten.“ (https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10598768_00220.html?contextSort=score%2Cdescending&contextType=scan&contextRows=10&context=m%C3%B6hring)